Warum Beweissicherungen der Nachbarbebauung durch Baugutachter vor Beginn der Bauarbeiten

 

 

Einleitung

Vor Beginn größerer Bauarbeiten wird häufig eine sogenannte Beweissicherung der Nachbarbebauung durchgeführt. Dabei dokumentiert ein unabhängiger Baugutachter den Zustand der angrenzenden Gebäude, Grundstücke, Mauern, Einfriedungen, Garagen, Zufahrten und sonstigen baulichen Anlagen. Ziel ist es, den vorhandenen Zustand vor Baubeginn lückenlos festzuhalten.

Die Bedeutung solcher Beweissicherungen wird oft unterschätzt. Kommt es während der Bauphase zu Erschütterungen, Setzungen, Rissen oder anderen Schäden, entstehen häufig Streitigkeiten zwischen Bauherrn, Nachbarn, Bauunternehmen und Versicherungen. Ohne eine sorgfältige Dokumentation ist später oft kaum nachweisbar, ob ein Schaden bereits vorher vorhanden war oder tatsächlich durch die Bauarbeiten verursacht wurde.

Professionelle Beweissicherungen schaffen Rechtssicherheit für alle Beteiligten und kann teure Gerichtsverfahren vermeiden.

Beweissicherungen vor Baubeginn dient dem Schutz aller Beteiligten bei Bauprojekten. Noch bevor der Baubeginn erfolgt, wird der Zustand von Nachbargebäuden, Infrastruktur, öffentlichen Flächen und dem eigenen Grundstück genau dokumentiert.
Ziel ist es, bestehende Schäden nachweisbar zu machen und so spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

Beweissicherung vor Baubeginn von Mehrfamilienhäuser, Wohnanlagen, Straßen, Wegen, Einfamilienhäuser & Wohnungen.
Sowohl Schäden durch Bauarbeiten als auch infolge von Erschließungsarbeiten für Wohnungen, Häusern, Wohnanlagen, Schienen & Strassen.
Soweit Gutachten zur Beweissicherung bei Bau einer Strasse, als auch vorher bei Erschließungen des Baufeldes zu Beginn.
Sobald Einfamilienhäuser oder Mehrfamilienhäuser im Einfluss der Baustelle sind, empfehlen wir aktiv zu werden.

Rechtliche Grundlage und Verpflichtung

VOB/B und DIN-Normen

In Deutschland schreibt § 3 VOB/B vor, dass vor Beginn der Arbeiten dokumentiert werden sollte, was später nicht mehr oder kaum noch feststellbar wäre – dazu gehören zum Beispiel Schäden, Zustand von Wasserleitungen, Fassaden oder Zäunen.
Auch DIN-Normen wie die DIN 4123 unterstützen diese Vorgehensweise, indem sie klare Anforderungen an Zustandsaufnahmen stellen.

Zivilprozessordnung (ZPO)

Sollte es nach dem Bau trotzdem zu Streitfällen kommen, kann ein selbstständiges Beweisverfahren nach §§ 485–494a ZPO beantragt werden. Hierbei wird immer ein gerichtlich bestellter Gutachter aktiv. Dieser Gutachter hat ein ein berechtigtes Interesse an einer vorhandenen Dokumentation.
Also lassen Sie keine Beweismittel verloren gehen.

2. Typische Inhalte der Dokumentation

Was wird festgehalten?

  • Externer Zustand: Zäune, Fassaden, Gehwege, Straßenrisse, Gehölz und Eingänge
  • Technische Anlagen: Wasser-, Gas- oder Stromleitungen und Anschlüsse
  • Interner Zustand wenn möglich: Innenräume, Risse in Wänden, Staub in Rissen, Reparaturen
  • Tiefbauspezifische Risiken: Setzungen, Hangrutschungen, Bohrpfahlwände und Bodenart.

Wie wird dokumentiert?

  • Bilder mit Datum und gutem Aufzeichnungsstandard, z. B. hochauflösend
  • Textliche Beschreibung: Detaillierte Protokolle, die Zustand und Ort genau erfassen
  • Messungen: Insbesondere bei Setzungen oder schiefen Ebenen, um Veränderungen später quantifizierbar zu machen.

Wer führt die Beweissicherung durch?

Eigendokumentation

Bauherren oder Bauunternehmen können selbst dokumentieren – kostengünstig, aber nur gültig, wenn standardgemäß ausgeführt (Datum, Qualität, Nachvollziehbarkeit) .

Externe Gutachter

Empfohlen wird meist ein erfahrener Bausachverständiger. Dieser sorgt für Unabhängigkeit, hohe Dokumentationsqualität und rechtliche Verwertbarkeit als sachverständiger Zeuge.

Gerichtliches Verfahren

Wenn keine Einigung erzielt werden kann, beantragen Beteiligte ein selbstständiges Beweisverfahren, bei dem ein gerichtlicher Gutachter den Zustand offiziell dokumentiert.


4. Ziele und Nutzen im Einzelnen

Streitvermeidung

Mit klar dokumentiertem Ausgangszustand sind Forderungen von Nachbarn oder Behörden unmittelbar erkennbar und können eindeutig zugeordnet oder abgewehrt werden .

Rechtliche Absicherung

Im Schadensfall – beispielsweise durch Schäden an Gebäuden, Leitungen oder Gehwegen – liefert die Dokumentation harte Fakten. Ohne sie kann der Verursacher schwer festgelegt werden.

Kostensenkung

Eine lückenlose Dokumentation schützt vor unberechtigten Forderungen und aufwendigen Gerichtsprozessen. Arbeitgeber, Bauunternehmen oder Bauherren können damit bares Geld sparen.

Qualitätssicherung bei Insolvenz

Gelangt das ausführende Bauunternehmen in Insolvenz, dokumentiert das Beweissicherungsverfahren den aktuellen Bauzustand – wichtig für spätere Fertigstellung oder Schadensansprüche .


5. Ablauf und Kostenrahmen

Vorbereitungsphase

  • Definition des Umfangs und der Ziele: Welche Bereiche sind betroffen? (Nachbargebäude, Infrastruktur, Technik, Tiefbau etc.)
  • Abstimmung mit Nachbarn und Beteiligten – oft ist deren Zustimmung nötig, besonders bei Innenzugang .
  • Auswahl der Dokumentationsmethode: selbstständig oder mit Sachverständigem.

Durchführung

  • Erhebung vor Baubeginn – in der Regel Kombi aus Fotos, Protokollen, Messung.
  • Zwischenbegehungen bei Phasenwechseln (z. B. nach Abbruch, während Tragwerksbau) zur lückenlosen Dokumentation.

Nachbereitung

  • Erstellung eines umfassenden Gutachtens oder Protokolls mit allen Beweisfotos und Beschreibungen.
  • Archivierung oder Übergabe an alle betroffene Parteien, Ämter, Nachbarn, Zeugen.
  • Im Streitfall: Nutzung als Beweismittel im Gerichtsverfahren oder eigenständiges Beweisverfahren.

Kostenrahmen:

  • eine eigene Dokumentation kann preiswerter sein. Bestellen Sie dazu ebenfalls Zeugen.
  • Ein qualifizierter Sachverständiger für Beweissicherung kostet in der Regel 70–200 €/h, +. Fahrtkosten und Aufwand für Druch und Video.

Fazit

Beweissicherung vor Baubeginn ist ein starker Hebel für Rechtssicherheit, Kostenkontrolle und Friedenssicherung im Bauumfeld. Sie schützt vor nachträglichen Schäden, erleichtert mögliche Gerichtsverfahren und kann viel Nerven und Geld sparen.
Angesichts der gesetzlichen Vorgaben und des Nutzens ist sie insbesondere für größere oder nachbarschaftlich sensible Projekte sehr zu empfehlen. Gut vorbereitet gelingt der Einstieg in ein Bauvorhaben stressfrei und solide.

 

Auch Dokumentation an kleinen oder großen Wohnanlagen:
innen und außen,
am Gemeinschaftseigentum.
Sowie Schäden nach den Umbauarbeiten & Anfahrtschaden aus einem Unfall.

Beweissicherung vor Baubeginn
Beweissicherung vor Baubeginn Autobahntrasse

Die Kosten für diese Ingenieurleistungen sind absolut orientiert am Markt.

Zum Preis von 400 € können Sie ein Objekt von außen besichtigt, dokumentiert erhalten. 
Außen und Innen Aufnahmen von  zur Beweissicherung von Einfamilienhäusern bzw Mehrfamilienhäusern mit Kosten ab 1000 € bis 3000 €, je nach Aufwand, detailierte Honorarkosten hier.

Zustandsermittlung vor Baubeginn

Die Sicherung dient zur Aufnahme des Zustandes der Nachbarbebauung vor Beginn der Bauarbeiten unter Aufnahme von Bauschäden und Baumängel durch Gutachter für Schäden an Gebäuden.
Die Beratung dazu erfolgt hier durch Baugutachter Schmalfuß & Partner in Augsburg & München, Ulm, Ingolstadt, Nürnberg, am Bodensee Berlin, Potsdam & Brandenburg. Weitere Partnerbüros sind geplant.

Inhalt einer Beweissicherung:

Beweissicherung zum baulichen Zustand des Bestandes der nachbarschaftlichen Bebauung folgt der Empfehlung der DIN-Vorschrift 4123.
Der Sachverständige gibt im Gutachten Hinweise über mögliche zu erwartende Risse der Gebäude in der Bauzeit.


Aufnahme aller baulichen Anlagen auf den Grundstücken, Baufeldern, der Zäune und Zufahrtswege von Außenanlagen. Dokumentation der Hanglagen, Senken und von Arbeitsflächen der Nachbargrundstücke. Ferner eintragen von von Abflüssen, Vorflutern und Leitungen.
Die Frage ist immer: nur die Fassaden sichern oder komplett innen und außen?

 

Beweise sichern bei Wasserschäden.

Beweissicherung ist auch bei Wasserschäden für Versicherungen zu empfehlen. Die Kosten trägt in der Regel Ihre Hausratversicherung.

Als auch nach Einbruch.

Kontrolle auf Beschädigungen, nach Einbruch Kostenschätzung

 

Kundenanfragen zu Beweissicherungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir suchen einen Bausachverständigen für die Beweissicherung unseres Rohbaus in München. Leider hat unsere Auftragnehmerin Insolvenz angemeldet und Mängel hinterlassen. Vor dem Weiterbauen benötigen wir eine Dokumentation zum Bautenstand und der vorhandenen Mängel.
 
Kurzbeschreibung:
 
Rohbau aus Kalksandstein errichtet (Teil-Länge 48 m Breite 11 m,  Höhe Mauerwerk aktuell 12,75 m)
 
Mängel:
  • Mauerwerk 
  • Stoßfugen nicht verfüllt,
  • teilw. fehlende Horizontalsperre
  • fehlende Isolierung Seitenwand zum Nachbarn
  • Konstuktion Sturz Toreinfahrt nicht wie vereinbart gebaut
  • Mittelträger nicht mittig
Ziel:  Gutachten für Anwalt, Fotodokumentation
 
Wir bitten Sie um kurze Rückmeldung zu:
  • Ob ein Termin für Besichtigung innerhalb 1–2 Wochen möglich wäre?
  • Kostenschätzung für Gutachten
  • Benötigte Unterlagen für Ihre Vorbereitung
 
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

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Ferner behalten wir Ihre Daten sekret im Überblick.

 


Was versteht man unter einer Beweissicherung?

Unter einer Beweissicherung versteht man die systematische Erfassung und Dokumentation des tatsächlichen Zustands eines Gebäudes oder Grundstücks zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Im Bauwesen erfolgt die Beweissicherung üblicherweise unmittelbar vor Beginn von:

  • Neubauten
  • Tiefbauarbeiten
  • Kanalbauarbeiten
  • Straßenbauarbeiten
  • Abbrucharbeiten
  • Pfahlgründungen
  • Baugrubenaushub
  • Sprengarbeiten
  • Grundwasserabsenkungen
  • schweren Erdarbeiten

Der Gutachter hält dabei sämtliche sichtbaren Merkmale fest und dokumentiert insbesondere vorhandene Schäden.

Dazu gehören:

  • Risse in Wänden
  • Setzungsschäden
  • Feuchtigkeitsschäden
  • Abplatzungen
  • Verformungen
  • Schäden an Fassaden
  • Schäden an Pflasterflächen
  • Schäden an Mauern und Zäunen
  • Schäden an Treppenanlagen
  • Schäden an Garagen und Nebengebäuden

Die Dokumentation erfolgt schriftlich und fotografisch.


Warum ist eine Beweissicherung notwendig?

Während der Bauausführung wirken zahlreiche Kräfte auf die Umgebung ein.

Dazu zählen:

Erschütterungen

Beim Einsatz von:

  • Baggern
  • Rammen
  • Bohrgeräten
  • Verdichtungsmaschinen
  • Abbruchhämmern

entstehen Schwingungen, die sich über den Boden ausbreiten.

Besonders ältere Gebäude reagieren empfindlich auf solche Belastungen.


Setzungen

Wird eine Baugrube ausgehoben, verändern sich die Spannungsverhältnisse im Boden.

Dadurch können auftreten:

  • Bodenbewegungen
  • Setzungen
  • Hebungen
  • Verschiebungen

Bereits geringe Bewegungen können an benachbarten Gebäuden zu Rissen führen.


Grundwasserabsenkungen

Bei größeren Baugruben wird häufig Grundwasser abgepumpt.

Dadurch kann sich der Baugrund verändern.

Mögliche Folgen:

  • Setzungen
  • Rissbildung
  • Schäden an Fundamenten

Verkehrsbelastungen

Während der Bauphase befahren schwere LKW die Baustelle.

Diese verursachen zusätzliche Schwingungen und Belastungen.


Schutz des Bauherrn

Viele Bauherren glauben, die Beweissicherung diene ausschließlich dem Schutz der Nachbarn.

Tatsächlich profitiert vor allem auch der Bauherr.

Ohne Beweissicherung können Nachbarn nach Fertigstellung behaupten, bestimmte Schäden seien erst durch die Bauarbeiten entstanden.

Typische Beispiele:

  • Fassadenrisse
  • Putzabplatzungen
  • Setzungsschäden
  • Schäden an Pflasterflächen
  • Schäden an Einfriedungen

Kann der Bauherr nicht nachweisen, dass diese Schäden bereits vorher vorhanden waren, drohen erhebliche Kosten.

Die Beweissicherung verhindert unberechtigte Forderungen.


Schutz der Nachbarn

Auch Nachbarn profitieren erheblich.

Sollten tatsächlich Schäden durch die Baumaßnahme entstehen, kann anhand der Dokumentation eindeutig festgestellt werden:

  • welche Schäden bereits vorhanden waren,
  • welche Schäden neu entstanden sind,
  • welche Schäden sich vergrößert haben.

Dadurch erhalten Nachbarn eine objektive Grundlage für ihre Ansprüche.


Vermeidung von Streitigkeiten

Bauprozesse gehören zu den teuersten und langwierigsten Gerichtsverfahren.

Häufig geht es um Fragen wie:

  • War der Riss vorher vorhanden?
  • Wie groß war der Schaden ursprünglich?
  • Wann ist der Schaden entstanden?
  • Welche Ursache liegt vor?

Ohne Beweise stehen oft Aussage gegen Aussage.

Eine professionelle Beweissicherung liefert objektive Fakten.

Dadurch lassen sich viele Konflikte bereits außergerichtlich lösen.


Welche Gebäude sollten untersucht werden?

Grundsätzlich sollten alle unmittelbar angrenzenden Gebäude erfasst werden.

Dazu gehören:

  • Wohnhäuser
  • Mehrfamilienhäuser
  • Gewerbegebäude
  • Garagen
  • Nebengebäude
  • Mauern
  • Stützwände
  • Carports

Je nach Bauvorhaben kann auch ein größerer Umkreis sinnvoll sein.

Bei tiefen Baugruben werden teilweise Gebäude in Entfernungen von über 50 Metern untersucht.


Aufgaben des Baugutachters

Der Sachverständige übernimmt eine neutrale und unabhängige Funktion.

Zu seinen Aufgaben gehören:

Ortsbesichtigung

Zunächst erfolgt die Besichtigung aller relevanten Bereiche.

Dabei werden vorhandene Schäden erfasst.


Fotodokumentation

Die Fotodokumentation ist einer der wichtigsten Bestandteile.

Moderne Gutachten enthalten häufig mehrere hundert Fotos.

Fotografiert werden:

  • Fassaden
  • Innenräume
  • Keller
  • Treppenhäuser
  • Decken
  • Böden
  • Fenster
  • Türen
  • Außenanlagen

Die Fotos werden beschriftet und eindeutig zugeordnet.


Risskartierung

Vorhandene Risse werden exakt dokumentiert.

Dabei werden festgehalten:

  • Lage
  • Länge
  • Breite
  • Verlauf
  • Zustand

Teilweise kommen Rissbreitenmesser zum Einsatz.


Vermessung

Bei größeren Projekten können zusätzliche Messungen erforderlich sein.

Dazu zählen:

  • Nivellements
  • Setzungsmessungen
  • Höhenmessungen
  • Neigungsmessungen

Diese Messwerte ermöglichen später einen objektiven Vergleich.


Erstellung des Gutachtens

Alle Feststellungen werden in einem schriftlichen Bericht zusammengefasst.

Ein typisches Gutachten enthält:

  • Objektbeschreibung
  • Beschreibung der Bauarbeiten
  • Beschreibung der Schäden
  • Fotodokumentation
  • Lagepläne
  • Messergebnisse
  • Zusammenfassung

Welche Schäden werden besonders häufig dokumentiert?

Risse im Mauerwerk

Viele Gebäude weisen bereits vor Baubeginn Risse auf.

Ursachen können sein:

  • Alterung
  • Setzungen
  • Temperaturspannungen
  • Materialermüdung

Diese Risse müssen genau erfasst werden.


Fassadenschäden

Häufig werden dokumentiert:

  • Putzrisse
  • Abplatzungen
  • Verfärbungen
  • lose Bauteile

Feuchtigkeitsschäden

Besonders in Kellern finden sich oft:

  • Salzausblühungen
  • Feuchte Stellen
  • Schimmelbildung
  • Putzschäden

Schäden an Außenanlagen

Dazu gehören:

  • Pflasterabsenkungen
  • Risse in Zufahrten
  • beschädigte Mauern
  • abgesackte Wegeflächen

Bedeutung bei Tiefbauarbeiten

Besonders wichtig ist die Beweissicherung bei:

  • Tiefgaragen
  • Kellerneubauten
  • Baugruben
  • Kanalbau
  • Leitungsbau

Hier besteht ein erhöhtes Risiko von Bodenbewegungen.

Schon wenige Millimeter Setzung können sichtbare Schäden verursachen.


Bedeutung bei Abbrucharbeiten

Auch Abbrucharbeiten können erhebliche Erschütterungen verursachen.

Betroffen sind oft:

  • Fassaden
  • Fenster
  • Innenputz
  • Deckenkonstruktionen

Vor dem Abbruch sollte deshalb stets eine Beweissicherung erfolgen.


Rolle der Versicherungen

Versicherungen verlangen bei größeren Projekten häufig eine professionelle Beweissicherung.

Dies gilt insbesondere für:

  • Bauherrenhaftpflichtversicherungen
  • Projektversicherungen
  • Spezialversicherungen für Tiefbauprojekte

Die Dokumentation erleichtert die spätere Schadenregulierung erheblich.


Rechtliche Bedeutung

Die Beweissicherung besitzt eine hohe rechtliche Relevanz.

Sie kann in Gerichtsverfahren als Beweismittel dienen.

Gerichte stützen sich häufig auf:

  • Gutachten
  • Fotografien
  • Messprotokolle
  • Zustandsberichte

Je detaillierter die Dokumentation ist, desto höher ist ihr Beweiswert.


Kosten der Beweissicherung zu Baubeginn & Bauende

Die Kosten hängen ab von:

  • Größe des Bauvorhabens
  • Anzahl der Nachbargebäude
  • Umfang der Dokumentation
  • erforderlichen Messungen

Bei kleineren Bauvorhaben liegen die Kosten oft im Bereich einiger hundert Euro.

Bei größeren Projekten können mehrere tausend Euro anfallen.

Verglichen mit möglichen Schadenersatzforderungen sind diese Kosten jedoch meist gering.


Typische Fehler in der Praxis

Zu späte Beauftragung

Die Beweissicherung muss vor Beginn der Bauarbeiten erfolgen.

Ist der erste Bagger bereits im Einsatz, verliert die Dokumentation einen Teil ihres Wertes.


Unvollständige Dokumentation

Werden bestimmte Gebäudeteile nicht erfasst, entstehen später Beweislücken.


Zu wenige Fotos

Unscharfe oder unzureichende Fotos führen häufig zu Diskussionen.


Fehlende Innenbesichtigung

Viele Schäden treten im Gebäudeinneren auf.

Eine reine Außenbesichtigung reicht oft nicht aus.


Moderne digitale Dokumentation

Heute arbeiten viele Sachverständige mit digitalen Verfahren.

Dazu gehören:

  • hochauflösende Digitalfotografie
  • Lasermessgeräte
  • Tablets zur Datenerfassung
  • Drohnenaufnahmen
  • 3D-Laserscanning

Dadurch steigt die Genauigkeit der Dokumentation erheblich.


Vorteile für alle Beteiligten

Für Bauherren

  • Schutz vor unberechtigten Forderungen
  • geringeres Prozessrisiko
  • bessere Versicherungsabwicklung
  • höhere Planungssicherheit

Für Nachbarn

  • Nachweis tatsächlicher Schäden
  • Schutz ihrer Eigentumsrechte
  • objektive Beurteilungsgrundlage

Für Bauunternehmen

  • Reduzierung von Haftungsrisiken
  • klare Beweislage
  • schnellere Streitbeilegung

Für Versicherungen

  • bessere Schadenbewertung
  • weniger Betrugsrisiken
  • schnellere Regulierung

Die Beweissicherung während der Bauphase

Bei größeren Projekten reicht eine einmalige Dokumentation häufig nicht aus.

In solchen Fällen erfolgen zusätzliche Kontrolltermine.

Diese dienen dazu:

  • neue Schäden frühzeitig zu erkennen,
  • Veränderungen zu dokumentieren,
  • Maßnahmen zur Schadensvermeidung einzuleiten.

Besonders bei Tiefbauprojekten sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll.


Warum eine Beweissicherung nach Bauende wichtig ist

Viele Bauherren konzentrieren sich ausschließlich auf die Dokumentation vor Baubeginn.

Mindestens ebenso wichtig ist jedoch die Abschlussdokumentation nach Fertigstellung.

Erst der Vergleich beider Zustände ermöglicht eine objektive Bewertung.


Vergleich von Vorher und Nachher

Nach Bauende wird geprüft:

  • Haben sich bestehende Risse verändert?
  • Sind neue Schäden entstanden?
  • Haben sich Setzungen entwickelt?
  • Wurden Außenanlagen beschädigt?
  • Sind Mauern oder Einfriedungen betroffen?

Ohne Abschlussdokumentation bleiben viele Fragen offen.


Schutz vor späteren Forderungen

Nicht selten werden Schäden erst Monate oder Jahre nach Bauende gemeldet.

Ein Eigentümer behauptet beispielsweise:

„Der Riss entstand durch die Bauarbeiten vor zwei Jahren.“

Liegt eine Abschlussdokumentation vor, kann überprüft werden, ob der Schaden bereits unmittelbar nach Fertigstellung vorhanden war.

Dies bietet dem Bauherrn einen wichtigen Schutz vor unberechtigten Ansprüchen.


Dokumentation der ordnungsgemäßen Ausführung

Auch gegenüber Auftraggebern, Investoren oder Versicherungen kann die Abschlussdokumentation von großer Bedeutung sein.

Sie zeigt:

  • den Endzustand des Projekts,
  • den Zustand der Nachbarbebauung,
  • die Unversehrtheit angrenzender Anlagen.

Damit wird die ordnungsgemäße Durchführung der Baumaßnahme dokumentiert.


Bedeutung für Versicherungen

Versicherungen verlangen bei größeren Bauvorhaben häufig eine professionelle Beweissicherung.

Diese erleichtert:

  • die Schadenbewertung,
  • die Ursachenklärung,
  • die Regulierung von Ansprüchen.

Ohne entsprechende Nachweise können langwierige Streitigkeiten entstehen.


Typische Fehler bei der Beweissicherung

Zu später Beginn

Die Dokumentation muss vor dem ersten Eingriff erfolgen.

Bereits begonnene Bauarbeiten können den Beweiswert erheblich mindern.


Zu wenige Fotos

Unscharfe oder lückenhafte Fotos führen häufig zu Diskussionen.


Fehlende Innenbesichtigung

Viele Schäden treten im Gebäudeinneren auf.

Eine reine Außenaufnahme reicht daher oft nicht aus.


Keine Abschlussdokumentation

Ohne Nachher-Dokumentation fehlt der entscheidende Vergleichszustand.


Wirtschaftliche Vorteile

Die Kosten einer professionellen Beweissicherung erscheinen zunächst als zusätzlicher Aufwand.

Tatsächlich können dadurch jedoch erhebliche Kosten vermieden werden.

Mögliche Einsparungen entstehen durch:

  • Vermeidung von Gerichtsverfahren
  • schnellere Schadenregulierung
  • geringere Gutachterkosten im Streitfall
  • Schutz vor unberechtigten Forderungen
  • bessere Versicherungsabwicklung

Bereits ein einziger vermiedener Rechtsstreit kann die Kosten der Beweissicherung um ein Vielfaches übersteigen.

Fazit

Die Beweissicherung vor Baubeginn und nach Bauende gehört zu den wichtigsten Maßnahmen zur Risikovorsorge bei Bauprojekten. Sie dokumentiert den Zustand von Gebäuden, Grundstücken und Nachbaranlagen vor Beginn der Arbeiten und ermöglicht nach Fertigstellung einen objektiven Vergleich. Dadurch werden Streitigkeiten über Risse, Setzungen, Erschütterungsschäden oder Beschädigungen an Außenanlagen erheblich reduziert.

Bauherren schützen sich vor unberechtigten Forderungen, Nachbarn erhalten einen Nachweis möglicher Schäden, Versicherungen profitieren von einer klaren Beweislage und Gerichte erhalten im Streitfall eine belastbare Grundlage für ihre Entscheidungen. Die Kosten einer professionellen Beweissicherung sind im Vergleich zu den möglichen finanziellen Folgen eines Schadensfalls meist gering. Deshalb sollte sie bei nahezu jedem größeren Bauvorhaben als fester Bestandteil einer sorgfältigen Bauvorbereitung und Bauabwicklung betrachtet werden.